Selbsthilfegruppen

Nach einer plötzlichen Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems kann das Bewusstsein derart beeinträchtigt sein, dass ein Überleben nur mit Intensivmedizin, vielfach auch mit dem Durchlaufen eines künstlichen Komas möglich ist. In dieser Zeit wird notfalls ein künstlicher Atemweg, auch Luftröhrenschnitt genannt, angelegt. Die Atmung erfolgt dann selbst oder unterstützt von einem Beatmungsgerät über eine sog. Trachealkanüle. Durch das akute Ereignis können auch die Nerven geschädigt worden sein, die für das Schlucken verantwortlich sind.  Es wäre verhängnisvoll, wenn die Trachealkanüle nach dem Erwachen aus dem künstlichen Koma einfach entfernt würde, ohne sich zu vergewissern, dass die Kreuzung zwischen Atem- und Speisewegen im Inneren des Halses durch intakte Schutzreflexe wie Schlucken und Husten vor dem Ersticken gesichert sind. Hierzu bedarf es einer speziellen Diagnostik und Behandlung. Oft wird hierfür der Ausdruck „Trachealkanülenmanagement“ verwendet. Die Erholung einer Nervenstörung mit Beteiligung der Schluck- und Hustenfunktion benötigt Zeit und bleibt manchmal ganz aus. Deshalb werden einige Betroffene mit Trachealkanüle oder auch mit künstlicher Beatmung aus dem Krankenhaus oder der Rehabilitation entlassen. Auch muss nach gelungener Entfernung der Trachealkanüle mit einer andauernden Beeinträchtigung der normalen Nahrungsaufnahme gerechnet werden.

Tracheostoma-Selbsthilfe

Um sich im Kreise von Betroffenen und deren Angehörigen über die speziellen Probleme, die der Alltag mit einer Trachealkanüle mit sich bringt, auszutauschen, wurde eine Tracheostoma Selbsthilfegruppe im Zollern-Alb-Kreis in Baden-Württemberg  gegründet. Direkt-Link zum Informations-Flyer mit den Kontakt-Daten hier. Selbstverständlich können sich auch Betroffene und Angehörige aus anderen Regionen an die Gruppe wenden.